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Wo sind die Frauen? Sexismus und fehlende Geschlechtervielfalt im Musikgeschäft sind in den letzten Jahren ein Riesenthema geworden. Auch wir haben uns 2017 in einem Zündfunk-Generator damit befasst. Die Erkenntnis damals: Sowohl in den Charts und auf den Bühnen, als auch hinter den Kulissen der Musikbranche sieht es schlecht aus mit der Gleichberechtigung. Jetzt gibt es ein Update. Wir werfen einen Blick auf heute: Was ist passiert, seitdem diese Zustände eine breite Öffentlichkeit erfahren? Zeigt die Kritik an Rock am Ring und anderen Männerbastionen im Pop mittlerweile Wirkung? Spoiler: Es hat sich wenig getan. Auf Label-Ebene kommt aber Bewegung rein. Hier findet ihr einen ausführlichen Onlineartikel, in dem auch die erwähnte Top 100 Jahres-Singlecharts Analyse der GEMA aufgegriffen und erklärt wird. Außerdem stellen die Autorinnen darin das britische Sub-Label “Big Dada” vor, von und für BIPoC* geführt wird: https://br.de/s/5KeW1HD
Die gesamte Keychange-Studie, die in diesem Zündfunk Generator in Auszügen zitiert wird, könnt ihr euch hier ansehen: https://malisastiftung.org/wp-content/uploads/Keychange_2021_PK-Version_final_230921.pdf
Auch die u.s.-amerikanischen Charts wurden auf die Zusammensetzung von Künstler:innen untersucht, mit einem ganz ähnlichen Ergebnis: https://annenberg.usc.edu/news/research-and-impact/annenberg-inclusion-initiatives-annual-report-popular-music-reveals-little
Die Keychange-Studio wurde gemeinsam mit der MaLisa Stiftung initiiert. Die Gründerinnen der Stiftung - Maria Furtwängler und ihre Tochter Elisabeth - wurden von der Zeit zu ihren Anliegen interviewt: https://www.zeit.de/2021/40/maria-elisabeth-furtwaengler-diskriminierung-frauen-sexismus-fernsehen-hiphop/seite-2
Mehr zur neuen Akademie und dem Preis für Popmusik, gefördert von Kulturstaatsministerin Monika Grütters: https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/neue-akademie-und-neuer-preis-fuer-popmusik-kulturstaatsministerin-gruetters-wichtige-impulse-fuer-die-deutsche-musikszene--1945748
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*BIPoC ist die Abkürzung von Black, Indigenous, People of Color und bedeutet auf Deutsch Schwarz, Indigen und der Begriff People of Color wird nicht übersetzt. All diese Begriffe sind politische Selbstbezeichnungen. |