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Der Schweizer Gottfried Keller wurde vor 200 Jahren geboren. Heute zählt er zu den bedeutendsten deutschsprachigen Schriftstellern. Warum? Und was hat er uns heute noch zu sagen? Yves Bossart im Gespräch mit Philipp Theisohn, dem neuen Shootingstar der Literaturwissenschaft.
Viele Werke von Gottfried Keller gehören heute zum literarischen Kanon, etwa «Der grüne Heinrich», «Kleider machen Leute» oder «Romeo und Julia auf dem Dorfe». Als engagierter liberaler Zeitgenosse, Publizist und Politiker prägt Keller die Zeit um die Gründung des Schweizer Bundesstaats 1848. Später kritisiert er den korrumpierenden Einfluss des Geldes auf Gesellschaft und Individuum. Und in seiner Literatur zeigt er auf plastische und humorvolle Weise, wie wir Menschen an unseren hohen Idealen scheitern. Der Literaturwissenschaftler Philipp Theisohn sieht in Keller gar den «Anwalt des imperfekten Ichs». Was also können wir von Keller lernen, in Zeiten der Selbstoptimierung?
Literatur:
Gottfried Keller: «Der grüne Heinrich». Erste Fassung 1854/1855, zweite Fassung 1879
Gottfried Keller: «Die Leute von Seldwyla». Erster Band 1856, zweiter Band 1874
Gottfried Keller: «Züricher Novellen». 1878
Gottfried Keller: «Martin Salander». 1886
Hinweis:
Noch bis zum 26.5. ist im Museum Strauhof in Zürich eine Ausstellung zu Gottfried Keller zu sehen, ebenso findet vom 23.-25.5. in Zürich ein Kongress zu Keller statt. |