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"Ich habe seit 30 Jahren nie eine solche Austrittswelle aus der CSU erlebt wie jetzt", sagt Heribert Prantl, Mitglied der Chefredaktion der Süddeutschen Zeitung. "Diese Austritte betreffen das Mark der Partei." Und das zeige, dass die Strategie "Wir halten uns an Rechts-Außen" desaströs war. Sie habe der CSU im Bereich der Mitte mehr Stimmen gekostet, als sie Rechts gewinnen könnte. In der Führungsgruppe der Partei höre man allerdings kaum kritische Stimmen. Das größte Problem der CSU sei "das persönliche Glaubwürdigkeitsproblem ihrer Führungsfiguren", meint Heribert Prantl. Horst Seehofer war einmal das "soziale Gewissen der CSU", jemand der nie sehr radikal oder als großer "Streithansl" aufgetreten sei. Dass liberale Politiker "selbstverleugnend" auf einen harten Rechtskurs setzten, mache sie bei den Wählern unglaubwürdig. |