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Interview mit Carlos Collado-Seidel, Universität München
"Carlos Puigdemont ist es gelungen, sich als Held zu stilisieren, als Gallionsfigur, als jemand, der aus dem Exil die Sache der Separatisten vorantreibt", sagt Carlos Collado Seidel von der Universität Marburg. Da die Separatisten spanische Gesetze gebrochen haben, sei der Konflikt derzeit vor allem ein juristischer, der aber langfristig nur politisch gelöst werden könne. Einen Weg könnte eine Reform des Verhältnisses von Zentralstaat und Regionen weisen. "Das Baskenland bietet ein Beispiel für eine neue Finanzverfassung zwischen Madrid und Barcelona", meint Collado-Seidel. Im Baskenland werde das Steueraufkommen zunächst von der Region verwaltet und dann zum Teil nach Madrid abgeführt. So könnte das auch in Katalonien organisiert werden. Der politische Lösungsansatz hieße also: ein neues föderales System für Spanien. |