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Interview am 4.4.2018 mit Daniel Gerlach | "Am Anfang waren viele, die sich nicht die Finger schmutzig machen wollen, ganz angetan davon, dass diese drei Mächte versuchen, Lösungen zu finden", sagt Daniel Gerlach, Nahostexperte und Chefredakteur der Zeitschrift "Zenith" über die Syriengespräch zwischen Russland, Iran und der Türkei in Ankara. Dass das eine Illusion war, sei den westlichen Beobachtern aber mittlerweile klar. Die drei Mächte haben ihre Interessenszonen abgesteckt, "und lassen den jeweils anderen dort einfach machen." Russland habe es mit seinem Syrieneinsatz geschafft, mit den USA im Nahen Osten "wieder auf Augenhöhe und gefürchtet zu sein." Die Russen hätten durchaus ein Interesse, dass sich die Lage in Syrien stabilisiert. Und es gebe auch Versuche, etwas für eine Deeskalation der Lage zu tun. "Was man Russland allerdings vorwerfen kann, ist, dass es zur Durchsetzung seiner Interessen bereit ist, jeden Verlust in Kauf zu nehmen", meint Daniel Gerlach. |