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Die erste Synodalversammlung der deutschen Katholiken ist für den Theologen Hermann Häring „auf Sand gebaut“. Die Beratungen in Frankfurt, an denen über 200 Bischöfen und Laien teilnehmen, seien kirchenrechtlich nicht abgesichert, denn letztlich hätten die Bischöfe ein alleiniges Entscheidungsrecht. Der Sinn des synodalen Wegs, so der emeritierte Professor der Uni Nijmegen, sei es Impulse zu geben. Zur Stimmung unter den Bischöfen sagt Häring: „Die Mehrheit der Bischofskonferenz denkt ja im Sinn einer Erneuerung“. Doch sei weder beim Thema Missbrauchsskandal noch bei der Ordinierung von Frauen oder der Position der Laien ein klarer Reformwille erkennbar. Zur Haltung des Vatikans urteilt Häring: „Wichtige Kräfte der Kurie schauen mit großer Skepsis“. Im Fall eines Misserfolgs der Beratungen sieht Häring eine weitere „innere und äußere Emigration aus der Kirche“, denn das Vertrauen der Laien in die Amtskirche sei erschöpft. |