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„Im Mittelpunkt stehen die Honoratioren“, urteilt Moshe Zimmermann über das Gesamtbild des Welt-Holocaust-Forums in Jerusalem. Der emeritierte Historiker sagt zur Rolle der Zeitzeugen: „Die Überlebenden sind dort, wo sie in der Regel in Israel sind - am Rande“. Zwar sei die Erinnerung an die Vernichtung des europäischen Judentums zentral für das Land, die Diskrepanz entstehe durch die Notwendigkeit, die Überlebenden finanzieren und unterstützen zu müssen. Auf die Ära nach dem Tod der letzten Zeitzeugen des Holocaust sei Israel vorbereitet: „Weil die Erinnerung im Erziehungssystem und in den Medien eine zentrale Rolle spielt“. Die Jugend sei „geschult und gedrillt, sehr oft an den Holocaust zu denken“, meint Zimmermann. Politisch benutze Israel den Holocaust als ultimatives Argument: „Kein Volk hat so etwas erlebt und mit dieser Erfahrung kann man das instrumentalisieren“. |