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„Man versucht, die Proteste ins Leere laufen zu lassen“, mutmaßt der Nahost-Experte Professor Eckhart Wörtz über die Strategie des Mullah-Regimes angesichts der Proteste der Bevölkerung. Die Menschenaufläufe nach dem Abschuss eines ukrainischen Verkehrsflugzeugs, durch den 176 Menschen starben, seien unorganisiert. Der Direktor des Nahost-Instituts beim Hamburger GIGA-Institut gibt zu bedenken: „Es ist noch nicht zu erkennen, ob da Protest entsteht, den bestimmte soziale oder politische Gruppen tragen“. Verschiedene autoritäre und semi-autokratische Systeme in Nahost hätten in jüngster Zeit versucht, Protestaktionen auszusitzen. Anders als bei Demonstrationen 2019 im Iran könne man diesmal nicht mit Gewalt reagieren, denn das Regime habe zugegeben, dass Aufklärungsbedarf besteht. Wörtz hält es auch für verfrüht, zu prognostizieren, ob sich die Empörung im Iran auf die Parlamentswahlen im Februar auswirkt. Da die Amerikaner den internationalen Atomdeal einseitig beendet haben, hätten konservativere Kräfte Argumente. Nämlich, so Wörtz wörtlich: „Guckt mal, was hat Euch das gebracht, die Verhandlungen! Die haben Euch an der Nase herumgeführt“. |