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„Regieren wollen sie alle“, sagt der Politikwissenschaftler Lothar Probst über das, was die Grünen am 40. Jahrestag ihrer Gründung eint. Der Dauerzwist zwischen 'Fundis' und 'Realos' sei dagegen Vergangenheit. „Sie übernehmen in sehr unterschiedlichen Koalitionen Verantwortung - das war damals nicht selbstverständlich“, so der Experte von der Uni Bremen. Die hohen Umfragewerte der Partei in jüngster Zeit erklärt sich Probst auch durch Umweltbewegungen wie „fridays for future“, die die Partei mittrügen. „Es ist ja erst gut zwei Jahre her, da sind die Grünen mit 8,9 Prozent als kleinste Fraktion in den Bundestag gewählt worden“, erinnert er. Ein weiterer Faktor für den Höhenflug ist für Probst die Führungsriege um Robert Habeck und Annalena Baerbock: „Sie haben einen neuen Sound in die Grünen getragen“. Damit eine grüne Kanzlerschaft Realität wird, müsse sich das Themenspektrum noch verbreitern, denn es gelte: „Wirtschaftspolitik, Migrationspolitik, Mietenpolitik - das sind die Felder, auf denen sich die Zukunft der Parteien entscheiden“. |