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„Es geht um ein Symbol der Revolution“, sagt Christian Booß zur geplanten Integration der Stasi-Unterlagenbehörde ins Bundesarchiv. Die Ostdeutschen hätten die Akten der DDR-Staatssicherheit im Spätherbst 1989 regelrecht erobert und vor der Vernichtung bewahrt, so der ehemalige Sprecher der Gauck-Behörde. Booß kritisiert das Fusions-Gesetz, das der Bundestag berät: „Handwerklich ist der Antrag sehr zu kritisieren“, denn er enthalte keine Schätzungen zu den Folgekosten. Zu beachten sei weiter: Die Akten der ehemaligen Stasi kamen gegen alle Regeln der Rechtsstaatlichkeit zustande und seien damit „kein normales Archivgut“. Booß meint weiterhin: Der Status der Stasi-Unterlagenbehörde als Sonderbehörde, die keiner Aufsicht unterstellt sei, habe sich bewährt. Gegenbeispiele aus Mittel- und Osteuropa zeigten das; dort sei die Aufarbeitung von Unrecht zum Spielball politischer Interessen geworden. |