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Die Europäer sollten sich stärker von den USA emanzipieren - und die Interessen Moskaus in den Blick nehmen. „Die russische Politik ist getrieben von der Angst, vom Westen, von der NATO, der EU eingekreist zu werden“. Das sei zwar womöglich irrational, so der Berliner Politikwissenschaftler Herfried Münkler, aber: „Wenn diese Problemperzeption nun mal so da ist, dann spielt sie die entscheidende Rolle“. Deshalb solle man auf Moskau zugehen: „Ich glaube, dass der Preis so hoch gar nicht ist“. Solange Donald Trump US-Präsident sei, besteht nach Ansicht Münklers die Alternative „im Leben eines kleinen Hundes an einer willkürlich geführten Hundeleine“. Auch bei der Lösung des Syrien-Konflikts komme man um die Russen nicht herum. Dem Vorschlag von Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer (CDU) einer UN-geführten Schutzzone misst Münkler „wesentlich symbolischen Charakter“ zu. Die Region sei aber als strategisches Problem interessant. Münkler prophezeit: „Der Nahe Osten wird zum Katalysator für eigene außenpolitische Aktivitäten der Europäer“. |