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Es heißt, der Attentäter von Halle sei ein Enzeltäter. Auf gesellschaftlicher Ebene aber sei Stephan B. natürlich kein Einzeltäter, sagte der Politikwissenschaftler Hans-Gerd Jaschke in SWR2, denn "er hat sich in Kommunikation mit anderen radikalisiert." Jaschke spricht von einem "Nachahmertäter" in der Kontinuität des Attentäters von Christchurch oder des 19-jährigen, der Ende April in Kalifornien eine Synagogenbesucherin tötete. Geistiger Brandstifer, so Jaschke, sei auch das "politische Allgemeinklima" in Deutschland. Der Rechtspopulismus rund um die AfD stärke den Diskurs gegen Zuwanderung und Flüchtling. "Hier kann es durchaus sein, dass Täter sich als Vollstrecker aufspielen, indem sie sagen: 'Ihr redet immer darüber, wir schreiten jetzt zur Tat.'" Es bestehe "ohne Frage Wiederholungsgefahr", so Jaschke. Das Attentat von Halle bedeute eine neue Qualität rechtsextremer Gewalt, der sich die Bundesrepublik stellen müsse. "Es ist offensichtlich wieder möglich, dass in Deutschland Synagogen angegriffen werden und damit Juden, und das ist ein Angriff auf uns alle!" |