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Description:
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Karten ferner Länder laden uns gerne ein zum Schauen und Tagträumen von Reisen. Dann fahren wir mit dem Finger über die Meere, Gebirge, Auen, und stellen uns Schifffahrten und Wanderungen vor. Der Reiz dieser Vorstellung liegt dann natürlich darin, zu wissen, dass es diesen Ort gibt, dass wir da wirklich hinreisen könnten. Was aber, wenn es diesen Ort gar nicht gibt? Motiviert mich das dann genauso, oder sind Reiseträume dann nur flüchtige Hirngespinste? Warum dann überhaupt Karten von Orten erstellen, die es gar nicht gibt? Wer aber einmal ans Paradies, an Atlantis, ans Schlaraffenland denkt, an die Reiche aus dem Herrn der Ringe oder schlicht an Entenhausen, der merkt, dass an diesen Orten und ihren Karten viele Sehnsüchte und Ängste hängen, auch viel Erinnerung, Spaß und Blödelei. Pascal Fischer hat mit zwei Menschen gesprochen, die voller Leidenschaft Karten fiktiver Orte erstellt haben: den Literaturprofessor Werner Nell und den Entenhausenkartographen Jürgen Wollina. Und er hat erstaunt gelernt: Solche Tätigkeiten machen nichts weniger als unser Menschsein aus! |