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Description:
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Von Elisabeth Brückner | Das Piepen und Zwitschern in Feld und Flur wird leiser. Seit Beginn der Vogelzählung 1850 sind die Vogel-Bestände in Deutschland um 80% zurückgegangen.
Das Piepen und Zwitschern wird auch eintöniger, weil manche Arten fast ganz verschwinden. Das Rebhuhn war mal ein Allerweltsvogel, heute steht es auf der Roten Liste: stark gefährdet. Genauso der Kiebitz oder das Braunkehlchen. Vom Aussterben bedroht ist das Auerhuhn, das Wappentier des Schwarzwaldes.
Es gibt mehrere Gründe für den Rückzug der Vögel. An erster Stelle steht die Intensivierung der Landwirtschaft. Auf den Äckern gibt es keine Wild- bzw. -Unkräuter mehr, von deren Samen früher die Vögel satt wurden. Es gibt heute auch wesentlich weniger Insekten.
Der Ornithologe Prof. Peter Berthold erklärt in SWR2 Kontext (und in seinem neuen Buch: "Unsere Vögel. Warum wir sie brauchen und wie wir sie schützen können", Ullstein Verlag), dass viele Vögel verhungern. Oder sie sind so schlecht genährt, dass sie nicht mehr brüten. Prof. Berthold empfiehlt die ganzjährige Vogelfütterung. |