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mit Max Waibel. | Am Sonntag wählen die Kolumbianer einen neuen Präsidenten. Friedensnobelpreisträger Juan Manuel Santos darf nicht noch einmal antreten. Er hat dem Land das Friedensabkommen mit der FARC gebracht und damit den längsten und blutigsten Konflikt Südamerikas beendet. Doch Applaus bekommt er dafür nur im Ausland - in Kolumbien selbst ist heute niemand so richtig zufrieden mit dem Friedensprozess. In den Umfragen führt derzeit der Kandidat der Rechtskonservativen. Er wirft Santos vor, den früheren Guerilleros viel zu viele Zugeständnisse gemacht zu haben, will deswegen das Friedensabkommen abändern und dafür sorgen, dass FARC-Kommandanten wegen Drogenhandels hinter Gittern landen. Der linke Gegenkandidat warnt, damit führe die Rechte Kolumbien zurück in den Konflikt. Dabei hat die FARC - früher Guerilla, heute Partei - ohnehin Mühe, in der politischen Realität anzukommen. Immer mehr Kämpfer wenden sich ab und gehen zurück in den Untergrund. In den abgelegenen Gebieten Kolumbiens blühen Gewalt und Drogenhandel wieder auf. Unser Korrespondent Ivo Marusczyk hat für SWR Aktuell Kontext den Wahlkampf in Kolumbien beobachtet... |