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Description:
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Ein muskulöser Mann hält in der einen Hand einen Hammer, in der anderen ein Schwert, und das verwandelt sich unter seinen Hammerschlägen in eine Pflugschar. So sieht eine bekannte Skulptur in New York aus. Die Sowjetunion hat sie 1959 der UNO als Geschenk übergeben. Das Kunstwerk basiert auf dem Bibelvers Micha 4 Vers 3. Darin kündigt der Prophet Micha an, dass Gott Streit zwischen Völkern schlichten wird: „Sie schmieden ihre Schwerter zu Pflugscharen.“ Ausgerechnet ein militärisch hochgerüsteter Staat präsentiert sich hier mit dieser biblischen Friedensbotschaft. Bei Kirchen, Friedensbewegungen und Oppositionellen in der DDR wird das Motiv später zu einem ernst gemeinten Bekenntnis.
Der Prophet Micha lebte in ähnlichen Umständen – im 8. Jahrhundert vor Christus. Es war eine Zeit von Machtmissbrauch und militärischer Bedrohung. Die Vision, die Micha beschreibt, ist daher nicht naiv. Sie ist größer als jede politische Instrumentalisierung. In dem Frieden, den uns Micha vor Augen malt, gehen Abrüstung und Neuausrichtung Hand in Hand: „Sie werden nicht mehr lernen, Krieg zu führen,“ heißt es da. Misstrauen, Härte und Vergeltung müssen verlernt und abgelegt werden, friedfertig sein kann man lernen und einüben.
Dieser Weg beginnt leise: nicht durch die gewaltsame Einschüchterung oder Entmachtung von Regimes, wie wir es derzeit weltweit beobachten können. Langfristig brauchen die Nationen stattdessen ein Umdenken: eine Orientierung am Gott der Bibel, an seinen Wegen, seiner Liebe, seinem Frieden. Wie immer beginnt dieser Weg beim Einzelnen: Welche inneren Kämpfe könnte ich loslassen? Wo kann ich durch entwaffnende Liebe den Boden für friedliche Beziehungen in meinem Umfeld bereiten?
Autor: Sonja Kilian
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