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Was ist meine erste Reaktion, wenn Schwierigkeiten auftauchen? Was kommt mir in den Kopf, wenn ich bedrückt werde? Ich glaube, es ist gut, wenn ich ganz genau hinschaue, welche Gedanken mir dann in den Sinn kommen.
Die aktuellen Ereignisse der letzten Tage und Wochen bieten dafür – leider – ein gutes Übungsfeld: Ukraine, Aserbaidschan, Israel und ohnehin die Verwerfungen durch Inflation und Fachkräftemangel – es gibt genug Anlass, schweren Gedanken Raum zu geben.
Für schwere Gedanken gab es schon immer Anlass. Anders kann ich mir einige der Psalmen in der Bibel nicht erklären. Oft ist es der israelitische König David, der seine Gedanken niederschreibt. Auch in Psalm 40 beschreibt er eine schwere Zeit. Menschen trachten ihm nach dem Leben, er fühlt sich völlig hilflos.
Umso bemerkenswerter ist es, dass David den Großteil seines Gebets – nichts anderes ist dieser Psalm – auf das Lob Gottes verwendet. Er gibt guten Gedanken Raum. Er erinnert sich und Gott daran, was Gott schon alles Gutes getan hat. Er schreibt: „HERR, mein Gott, groß sind deine Wunder und deine Gedanken, die du an uns beweist; dir ist nichts gleich!“ (Psalm 40,6)
Das sind Worte, die mir zurzeit nicht so leicht über die Lippen kommen. Psalm 40 ist für mich eine gute Erinnerung, genau das jetzt zu üben: „HERR, mein Gott, groß sind deine Wunder und deine Gedanken, die du an uns beweist; dir ist nichts gleich!“ Auch heute.
Autor: Joachim Bär
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