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Wie oft habe ich das schon wahrgenommen: Außen hui, innen pfui. Adrette Kleidung, smarter Auftritt, aber was dann kommt, offenbart: Das war alles nur schöner Schein. Dieser Mensch ist innerlich zerfressen von Geltungssucht, vergiftet durch Hass, beschädigt durch Selbstverachtung. Eigentlich erstaunlich, dass man das ihm oder ihr nicht ansieht. Den Schein wahren - das muss doch enorm Kraft kosten.
Meine Schwägerin hat lange Zeit ein Wäschegeschäft betrieben. Unterwäsche, Büstenhalter, Boxershorts, Slips. Diskretion ist in dieser Branche oberstes Gebot. Gelegentlich hat sich meine Schwägerin nach Ladenschluss aber doch erschüttert geäußert über die fadenscheinigen Lumpen, die manche Kunden da unter der teuren Oberbekleidung getragen haben. Nur außen hui.
Das schiere Gegenteil kenne ich freilich auch. Menschen, die äußerlich nicht viel hermachen, ramponiert oder vom Leben gezeichnet sind – aber von innen heraus strahlen sie. Und das ist kein neues Phänomen. Das hat der Apostel Paulus schon vor 1970 Jahren wahrgenommen und in einem Brief an die christliche Gemeinde in Korinth beschrieben: „Wir sind geprügelt und gezeichnet. Und trotzdem werden wir nicht müde. Denn auch wenn unser äußerer Mensch verfällt – der innere wird Tag für Tag erneuert.“
Innen hui. Das Geheimnis der Gefolgsleute von Jesus Christus damals war: Sie hatten Jesus buchstäblich verinnerlicht, sie haben gespürt, wie er sie von innen heraus verändert hat. Sodass auch andere Menschen an ihnen wahrgenommen haben: Außen – naja. Aber innen hui. Und was soll ich sagen: Das gibt’s auch heute noch; Jesus sorgt auch heute dafür, dass Menschen Tag für Tag erneuert werden – von innen heraus.
Autor: Markus Baum
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