|
Manchmal fühlt sich das Leben an, als würde man orientierungslos durch ein tiefes Tal laufen. Solche Zeiten sind jedem Menschen bekannt – auch Königen. David, gelernter Hirte und später König Israels, schreibt davon im Psalm 23,n dem wohl bekanntesten Psalm der Bibel: „Ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.“
Faszinierend finde ich hier die Erwähnung von Stecken und Stab in Zusammenhang mit Trost. Trost ist hier nicht ein Bemitleiden und auch nicht das Versprechen, dass alles wieder gut wird. Trost begegnet mir hier als etwas Aktives, dass rausholt und vorwärtsbringt. Die beiden Hirtenutensilien „Stecken und Stab“ verdeutlichen das.
Indem der Hirte den Stab in die Flanke seines Schafes drückt, leitet er es an seinen Platz. Mit dem gebogenen Ende hilft er dem neugeborenen Lamm auf die Beine oder zieht das Schaf an seinen Hinterbeinen vor Gefahren zurück.
Der Stecken ist ein kurzer Stock mit einem verdickten Ende. Diese Art Keule wirft der Hirte gegen Angreifer, er züchtigt widerspenstige Tiere und nutzt ihn auch, um die Schafe auf Krankheiten und Wunden zu untersuchen.
Der Trost Gottes ist mehr als eine Hand auf der Schulter. Der Trost Gottes leitet, weist zurecht und schützt. Die Motivation Gottes hinter alledem ist seine Liebe zu den Menschen.
Autor: Tobias Schier
Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden |