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Der Prophet Amos räumt auf. Das Volk Gottes ergeht sich in Hohlheiten. Seine Gottesdienste sind nur noch Staffage, die religiösen Übungen nicht mehr als frommes Affentheater.
Gott selbst kann und will das alles nicht mehr sehen und ertragen. Ich kann eure Gottesdienste nicht mehr riechen, lässt Gott seinem Volk durch den Propheten mitteilen. Das Schlachtopfer ist fett, die Gottesdienstgestaltung pompös, aber leider in Verlogenheit nicht mehr zu überbieten.
Denn draußen wird ständig das Recht gebrochen. Die Armen werden ausgenommen, die Richter sind korrupt, das Bild, das das Volk Gottes von sich zeichnet, hängt mehr als schief. Wie es wieder zurückfindet in seinen Rahmen und die Gottesdienste wieder Gott und den Menschen dienen, packt Amos in eine simple Formel:
"Es ströme das Recht wie Wasser und die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach."
Uppsi. Dem Worship müssen Taten folgen. Gelebte Barmherzigkeit, ausgeübtes Recht sind sogar überhaupt erst die Grundlage, um Gottesdienst feiern zu dürfen. Das Volk Gottes will das alles nicht wahrhaben und jagt den Propheten weg. Doch das ändert nichts an Gottes Grundsätzen:
Fromm sein äußert sich nicht in zelebrierter Religiosität. Fromm sein heißt schlicht und einfach für die Menschen da sein und Gerechtigkeit leben. Und das, jawohl, im Auftrag Gottes.
Autor: Andreas Odrich
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