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Eine Villa nahe der Ostsee. Bäderarchitektur. Saniert, liebevoll eingerichtet. Gerne bin ich im Urlaub hier zu Gast. Die Vorfreude ist groß und bei der Abreise seufze ich sehnsuchtsvoll: Warum nicht länger bleiben?
Auf dem Weg nach Jerusalem brach sich bei Pilgern diese Sehnsucht bahn: Wann sind wir endlich da? Können den Vorhof des Tempels betreten. Den Geist Gottes einatmen wie die frische Luft der See. Warum nicht bleiben – für immer?
Der Vogel hat in den Mauerritzen des Tempels sein Zuhause gefunden. Er zieht dort bereits die nächste Generation auf, so beschreibt es ein etwa 2500 Jahre altes Lied, das Israeliten bis heute noch singen. Psalm 84. Im Vers 4 heißt es:
„Der Vogel hat ein Haus gefunden und die Schwalbe ein Nest für ihre Jungen – deine Altäre, Herr Zebaoth, mein König und mein Gott.“
So wie der Vogel möchte der Sänger im Tempel Zuhause sein, um Gott als Herrn über sämtliche Armeen, die es gibt, zu loben. Gott als den eigentlichen König Israels anzusprechen – kurz und gut als seinen Gott.
Diese Sehnsucht, bei Gott nicht nur zu Gast, sondern Zuhause zu sein, habe ich auch. Sie erfüllt sich durch Jesus, den Sohn Gottes. Er steht mir Tag für Tag zur Seite. In einer Kirche, aber auch in meinen eigenen vier Wänden und im Büro.
Ich stimme bis heute gerne in dieses alte Lied ein. Mit einem Text aus dem 18. Jahrhundert: „Die Schwalb, der Sperling find´t ein Haus, sie brüten ihre Jungen aus, du gibst Befriedigung und Leben. Herr Zebaoth du wirst auch mir… bei deinem Altar Freude geben“… (EG 282, 2) Singen Sie mit?
Autor: Pastorin Elke Drossmann
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