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Seit Mitte 2016 schwelt ein Streit zwischen dem Deutschen Rugby-Verband auf der einen Seite und der Wild Rugby Academy auf der anderen Seite, der Rugby-Deutschland in Atem hält. Konkret geht es um die Nationalmannschaft im Fünfzehner-Rugby, die in den letzten Jahren beachtliche Erfolge erzielen konnte. Möglich gemacht wurde das durch die Finanzierung von Dr. Hans-Peter Wild, der mit der von ihm gegründeten Wild Rugby Academy die Spieler bezahlte, die sowohl für den Heidelberger RK als auch für die Nationalmannschaft aufliefen.
In den Jahren 2014-2017 trat die WRA als Premium-Sponsor des Deutschen Rugby-Verbandes auf und war im Jahr 2016 auch für die Vermarktung der Länderspiele verantwortlich. Als ein neuer Sponsor-Vertrag ausgearbeitet werden sollte, gab es Streit um den Einfluss der Wild Rugby Academy auf das deutsche 15er-Rugby. Dieser Streit zog sich über mehr als ein Jahr und gipfelte dann im Streik der Nationalspieler im November 2017 vor dem November-Test gegen Chile.
Um Deutungshoheit in diesem Streit zurück zu erlangen, veröffentlichte der Deutsche Rugby-Verband Anfang des Jahres ein knapp 70-seitiges Dossier, in dem der Stand der Verhandlungen anhand von Mailwechseln, Zusammenfassungen von Meetings etc. nachgezeichnet wurde.
Unser Rugby-Redakteur Andreas Thies hat u.a. aus diesem Dossier seine Reportage erstellt, um dem Hörer zu verdeutlichen, wie die Diskussionen rund um das Sponsoring in den letzten 18 Monaten in eine Sackgasse gerieten und beide Parteien mögliche Einigungen verpassten.
Hier eine Übersicht zu den handelnden Personen:
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