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Description:
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Es ist eine mögliche Reaktion auf die Ereignisse in Chemnitz: Unter dem Hashtag "Wir sind mehr" mobilisieren Rockbands Zehntausende Konzertbesucher in der sächsischen Stadt. Sie wollen ein Zeichen gegen Rassismus und Ausländerfeindlichkeit setzen - wie schon in anderen Orten und aus ähnlichen Anlässen in der Vergangenheit. "Rock gegen Rechts" ist eine seit Jahrzehnten eingeübte Protestform. Aber ist sie auch wirksam gegen die vernetzte und zunehmend gewalttätige rechtsextreme Szene? Außenminister Heiko Maas fordert mehr Einsatz: "Hoch vom bequemen Sofa und den Mund aufmachen." Das liest sich gut im Interview. Aber wer ist eigentlich gemeint? Für die grüne Partei wiederum ist seit den Zusammenstößen in Chemnitz klar: Die AfD müsse vom Verfassungsschutz beobachtet werden, wegen gemeinsamer Kundgebungen mit der fremdenfeindlichen Pegida-Bewegung. Der Bremer Verfassungsschutz tut das bereits. Er richtet sein Augenmerk auf die Jugendorganisation der AfD in diesem Stadtstaat. Der Druck auf die Politik steigt, härter gegen Rechtsextreme vorzugehen. Ist aber auch jeder Staatsbürger gefordert, unser demokratisches Gemeinwesen zu verteidigen? Und wenn ja, wie? |