Wenn es um Reisemessen geht, ist die ITB unbestreitbar der Platzhirsch. Weltweit. Bei dem, was geschäftlich unter dem Funkturm bewegt wird, kommt keine andere Messe mit. Die ITB ist eben eine Fachbesucher-Veranstaltung. Das tut dem Business zwar gut, nicht allzu sehr abgelenkt zu werden durch Tingeltangel und Schnickschnack, aber führt auch dazu, dass der Endkunde sich seit Jahren eher so als 5. Rad am Wagen fühlt. Nur noch am Wochenende ist er gelittener Gast. Da wird dann auch einiges von wenigen Standbetreibern aufgefahren an Amüsement. Aber in der Regel bleibt es doch beim Austausch des Standpersonals. Viele Destinations-Profis verabschieden sich bereits am Freitagnachmittag aus den Messehallen. Am Wochenende sind dann die Prospekt-Verteiler dran.
Die ITB-Leitung bemüht sich zwar nach Kräften, am Wochenende ein schönes folkloristisches Programm auf die Beine zu stellen, damit das Motto „Die ganze Welt an einem Tag“ nicht nur durch bunte Broschüren erfüllt wird. Aber angesichts der Informationsmöglichkeiten durch das Internet bleibt es doch ein Phänomen, warum sich am Wochenende so viele – vorwiegend Berliner – durch die Hallen drängeln… Liegt wohl in den Genen der ehemaligen Frontstadt-Bewohner… Wenn Messe, da musste hin: Amüsemang und was gratis zu futtern oder abzugreifen gibt es auch
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