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Lange schließt das IOC Frauen aus, bis Sportlerinnen ab dem 24.3.1921 erstmals eigene Spiele organisieren – und damit die Gleichberechtigung im Spitzensport vorantreiben.
In diesem Zeitzeichen erzählt Merle Schaack:
- warum der Olympia-Erfinder Pierre de Coubertin Frauen im Stadion lieber auf der Tribüne sieht,
- wie eine französische Sportpionierin den Männern im Olympia-Komitee Paroli bietet,
- welche Folgen die ersten Frauenspiele für Sportlerinnen haben.
Als Pierre de Coubertin die Olympischen Spiele der Neuzeit begründet, hat er eine klare Vorstellung: Wettkämpfe tragen Männer aus. Frauen sollen höchstens die Sieger ehren. Zwar dürfen sie in einigen Disziplinen antreten, etwa im Tennis oder im Golf – doch das gilt eher als gesellschaftliches Ereignis denn als ernsthafter Leistungssport.
Die Französin Alice Milliat will das ändern. 1919 fordert sie vom Internationalen Olympischen Komitee, Frauen auch in der Leichtathletik zuzulassen. Als die Antwort ausbleibt, organisiert sie kurzerhand eigene Wettkämpfe.
1921 treffen sich in Monte Carlo rund 100 Athletinnen aus fünf Nationen zu den ersten internationalen Frauenspielen. Sie laufen, springen und werfen und zeigen damit: Frauen wollen bei Olympia nicht nur zuschauen, sondern selbst an den Start gehen. Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
- Dr. Ansgar Molzberger, Sporthistoriker Sporthochschule Köln
- Alexandra Burghardt, Sprinterin und Olympionikin
- Dr. Petra Tzschoppe, Sportsoziologin, ehemalige Vizepräsidentin Frauen und Gleichstellung beim Deutschen Olympischen Sportbund
- Olympische Charta
- SPIEGEL Geschichte: Frauen bei Olympia "Die weiblichen Unterleibsorgane verwelken"
- Prof. Dr. Bettina Rulofs et al.: Sexualisierte Gewalt und sexueller Kindesmissbrauch im Kontext des Sports, Fallstudie, 2022
Weiterführende Links:
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Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autorin: Merle Schaack Redaktion: Carolin Rückl und Frank Zirpins |