|
Es gibt nicht allzu viele Situationen, die hinsichtlich der fußballerischen Karriereplanung in der aktuellen Lage ungünstiger sind als die von Sebastian Polter: Dass er nach dem Ende seines Vertrags nach dieser Saison nicht weiter für Union spielen wird, steht seit seinem Interview vor zwei Monaten fest. Aber natürlich ist die jetzige Lage voller Unsicherheit in sportlicher und wirtschaftlicher Hinsicht sehr ungeeignet für die Suche nach einem neuen Verein. Und das umso mehr, als Polter sportlich keine Gelegenheit hat, sich anzubieten. Trotzdem führt er anscheinend Gespräche mit potenziellen neuen Vereinen, wie den Berichten von einer Skype-Medienrunde mit Polter zu entnehmen ist (unter anderem beim RBB).
 Das Training in der Phase der Coronavirus-Spielpause kann für Sebastian Polter Spiele nicht simulieren, Foto: Matze Koch
Einer der vielen Momente, die durch die Corona-Pause fehlen werden, ist für Polter wahrscheinlich ein richtiger Abschied von Union und den Fans. Und das wird nur einer von vielen Momenten sein, die durch die Krise nicht stattfinden können. Längst nicht alle davon lassen sich aufschieben und später nachholen, schon weil durch diese Unterbrechung das Momentum von Unions historischer erster Bundesligasaison unwillkürlich unterbrochen wurde.
Ich heul gleich, wenn ich an das Spiel zurück denke und mich gleichzeitig frage: wann wird es so einen Moment der Freude im Stadion wieder geben?
Your browser does not support the audio element.
|