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Das Chaos in der Union um Merkels Nachfolge zu klären verweist auf eine „tiefergehende Spaltung der Partei“, sagt Ralph Bollmann, Merkel-Biograf und Journalist bei der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Formal scheine die Sache mit dem Entschluss des Parteivorstands geklärt, „aber die Unruhe in der Partei wird nicht aufhören“, so Bollmann. „Das Verrückte an der Situation“ sei auch, dass Söder zum Großteil von Leuten unterstützt werde, die vorher Merz unterstützt haben. Dabei vertrete Söder ganz andere Inhalte als Merz. Das zeige, „da geht es auch um den Habitus des Entschlossenen.“ Wenn Söder das Rennen gemacht hätte, wäre aus der Union womöglich eine neue Partei entstanden, ähnlich wie in Österreich, mit einer Art Volkstribun an der Spitze. Hier vermutet Bollmann den Grund, warum sich altgediente CDU-Politiker, allen voran Wolfgang Schäuble, gegen Söder positioniert haben. |