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Das Forschungsquartett — dieses Mal in Kooperation mit dem Forschungszentrum Jülich
Der gläserne Kopf
Bildgebende Verfahren, die in unsere Körper schauen können, ohne das ein Skalpell angesetzt wird, sind keine Neuigkeit mehr. Seit Jahrzehnten gehört die Magnetresonanztomographie, kurz MRT, zur Standardausrüstung vieler Krankenhäuser. Mithilfe des MRT lassen sich auch Bilder unseres Gehirns erzeugen, auf denen Ärztinnen und Ärzte erkennen können, ob Krankheiten wie Alzheimer vorliegen.
Doch was, wenn die Suche nach Krankheiten erst der Anfang der Möglichkeiten war, die Hirnscans bieten? Hier kommt die künstliche Intelligenz ins Spiel: KI-Algorithmen sind in der Lage, in riesigen Datensätzen Muster zu erkennen, nach denen Menschen Wochen oder gar Monate suchen müssten. Und das bezieht sich eben nicht nur auf Veränderungen des Gewebes, wie sie Krankheiten hervorrufen, sondern sogar auf persönliche Eigenschaften.
Die Zukunft des Hirnscans
KI-Forscherinnen und -Forscher arbeiten daran, Zusammenhänge zwischen Mustern im Gehirn und der Ausprägung von individuellen Eigenschaften zu finden. Sie füttern die Software mit riesigen Datenmengen, die Software sucht dann nach Überschneidungen — zum Beispiel in Hirnscans. Das verspricht einerseits viele neue Möglichkeiten in der Medizin, sorgt aber andererseits auch für große rechtliche und ethische Bedenken.
Deshalb widmen wir uns diesem Thema im „Forschungsquartett“ zum Start in das Wissenschaftsjahr 2026, das unter dem Motto „Medizin der Zukunft“ steht. detektor.fm-Moderatorin Karolin Breitschädel spricht mit Neurowissenschaftler Prof. Simon Eickhoff vom Forschungszentrum Jülich darüber, was die KI schon heute in unseren Köpfen sehen kann — und wie lange es wohl noch dauert, bis sie sogar unsere Gedanken lesen kann. Oder ist das dann doch eher Science Fiction?
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