Alles fake
Das Wembley-Stadion in London im Juni 2016: Die Menschen toben wie bei einem Beyoncé-Konzert, nur dass keine Popdiva singt, sondern Dr. Ruja Ignatova über ihre Kryptowährung OneCoin spricht. Als sie sich die Währung 2014 ausdenkt, ist BitCoin bereits durch die Decke gegangen. Ignatova will am Hype teilhaben und mit einer raffinierten Kombination aus Schneeballsystem und Netzwerkmarketing viel Geld verdienen.
Millionen Menschen lassen sich damals blenden in der Hoffnung auf das schnelle Geld. Doch schon im Februar 2016 schreibt die britische Zeitung Daily Mirror, dass OneCoin praktisch wertlos sei. Im Oktober 2017 besteigt Ignatova ein Flugzeug und verschwindet. „Take the Money and Run“ erzählt ihre Geschichte.
Hochbegabt, hochkriminell
Die Serie beginnt mit Ignatovas Aufwachsen im Schwarzwald, wohin sie als Zehnjährige mit ihrer Familie zieht. Ein Leben zwischen Scham, Schulden und Sprachlosigkeit. Ruja schwört sich, es einmal anders zu machen. Sie ist hochbegabt, überspringt zwei Klassen, studiert, promoviert und heiratet den Anwalt Jonas Kurth.
Als Unternehmensberaterin leitet Ruja das Büro einer international anerkannten Firma in Sofia, Bulgarien. 2013 trifft sie auf Sebastian Greenwood, Experte für Multi-Level-Marketing. Gemeinsam entwickeln die beiden eine Idee, die schon bald größer wird, als sie es sich jemals hätten erträumen können.
„Take the Money and Run“ könnt ihr in der ZDF-Mediathek anschauen.
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