|
Description:
|
|
Leute, Shirin David hat ihre Netflix-Doku rausgehauen: Warum ich die Doku "Barbara - Becoming Shirin David” nicht so gefühlt habe und nach dem Schauen eigentlich mehr Fragen habe als vorher - das seht ihr in dieser PULS Musikanalyse. SHIRIN DAVIDS KARRIERE Erstes großes Thema in Shirins Netflix-Doku: die Bambiverleihung 2024 und der Live-Auftritt. Dass Shirin David den Bambi für “Musik National” bekommt, wird gleichzeitig als Rückblick auf Shirin Davids Musikkarriere genutzt. In den Bambi-Proben wird klar, dass Shirin extrem hohe Ansprüche an sich selbst hat. Nach dem Bambi geht’s nach Litauen, zu Mutter Erika, die Shirin David und ihre Schwester Pati Valpati schon als Kinder gepusht hat. Mit Pati, ihrer alleinerziehenden Mutter und ohne Vater wächst Shirin David in einfachen Verhältnissen auf.
DIE ARENA-TOUR 2025 Im Hauptteil der Shirin-Doku sieht man Shirin David bei den finalen Vorbereitungen auf die große Tour im Frühjahr 2025. Allerspätestens hier in der Shirin-Doku checkt man: Shirin David ist eine krasse Perfektionistin, vor allem was Live-Performances angeht. Die Netflix-Doku fängt Momente ein, in denen man Shirin Davids Struggle mit ihren eigenen Ansprüchen richtig nachfühlen kann. Gleichzeitig wird aber nicht so richtig angesprochen, dass dieser Druck, den Shirin David spürt, an manchen Stellen auch hausgemacht ist: 10 Probetage für 15 Choreos, eine “unfassbare Show”, 100 andere Businesses und trotzdem will sie alles selber regeln.
“ICH GLAUB, ICH MUSS REAL TALK THERAPIE MACHEN” Neben den eigenen Ansprüchen und Verpflichtungsgefühl ist ein Main-Punkt der Shirin-Doku, wie heftig die ganzen Kommentare von außen Shirin David belasten. Das ist psychisch extrem schwer auszuhalten und verstärkt Shirin Davids brutalen Druck, immer perfekt auszusehen. Ein Weg damit umzugehen wäre, sich professionelle Hilfe zu suchen – und an einer Stelle sprechen Shirin David und ihr Manager Taban genau darüber: “Ich glaub, ich muss real talk Therapie machen nebenbei, damit ich das auch gehandelt kriege.” Das wird dann super schnell wieder abgetan, weil die Angst im Raum steht, dass Therapeut:innen alles weitererzählen würden, was Shirin David ihnen erzählt. Aber genau deshalb gibt es für Therapeut:innen ja eine gesetzliche Schweigepflicht.
NOCH EINE NETFLIX-DOKU? Viele schreiben, dass sie “Barbara - Becoming Shirin David” krass berührt hat – aber so richtig emotional gehittet hat die Shirin-Doku für mich nicht. Wir haben in Deutschrap schon einige “Dokus” z.B. für Apache 207 oder GZUZ gesehen, die eher wie 90-minütige Image-Filme funktionieren. Da wird mit “privaten Einblicken und super intimen Momenten” geworben, aber am Ende ist natürlich alles inszeniert, Artists zeigen nur das, was sie zeigen wollen. 2024 hat Shirin David in einem Insta-Live schon mal über ihre Netflix-Doku gesprochen und darüber, wie schwer es ihr fällt, ein Kamerateam so nah an sich ranzulassen. In dem Live hat sie auch erzählt, dass ihr erster Versuch an dieser Doku nach hinten losgegangen ist. Diese Backstory plus, dass in der Doku nur insgesamt 4 Leute - nämlich Shirin David, ihre Schwester, ihre Mutter und ihr Manager Taban - zu Wort kommen, erzeugt den Eindruck, dass bei “Barbara - Becoming Shirin David” sehr genau darauf geachtet wurde, was gezeigt wird und was nicht.
Aber wie geht`s euch damit? Wie fandet ihr die Shirin-Doku und was hat sie mit euch gemacht? |