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Leute, Tream und Gzuz: Bayern meets St. Pauli.Ist erstmal eine absurde Kombi. Ob sie funktioniert, das seht ihr in dieser Folge von PULS Musikanalyse. 2 VERSCHIEDENE WELTEN Tream ist der Bua aus dem malerischen Büchelkühn, geht nie ohne weiß-blaues Rautenmuster aus dem Haus, und macht krank erfolgreichen “Schlagerrap”. Tream macht den Sound für die Dorffeste, KLJB-Partys und Großraumdiskos. Gzuz ist seit Ewigkeiten im Game, war rund 2 Jahre im Knast und ist 187- und Deutschrap-Legende. Die Welten von Tream und Gzuz könnten nicht weiter voneinander entfernt sein .Und trotzdem haben sie jetzt ihren Song “Apres Ski” gedroppt. Zusammengebracht wurden Tream und Gzuz durch den YouTuber und Produzent 2Bough.
DER SOUND VON “APRES SKI” Die Melodie von „Apres Ski“ von Tream und Gzuz ist jetzt nichts Außergewöhnliches, aber macht, was sie soll: ordentlich schieben. Ein cooles Easter Egg gibt’s beim Beat: Das etwas versteckte Lil-Wayne-Sample von „Lollipop". Gzuz kommt nach dem 2-Promille-Gröl-Intro rein und droppt diese “I doubt it”-Line. Der Joke war damals obviously funny, aber nicht nur das Meme ist mittlerweile steinalt, sogar Gzuz’ Version von dem Clip ist auch einfach schon vier Jahre her.Tream rappt in seinem Part über Versicherungsbetrug, Schwarzgeld, das „Familienbusiness“ und “Tradition statt Neu-Berlin”.
DAS VIDEO VON “APRES SKI” Statt in einer Hamburger Kiezkneipe oder im bayerischen Wirtshaus gedreht, hängen Gzuz und Tream in einer Frankfurter Studikneipe ab. Kein Gzuz vor Bergpanorama oder in einer Ski-Hütte, und keinTream auf der Reeperbahn oder auf dem Hamburger Berg. Stattdessen sieht man im Video zu “Apres Ski” von Tream und Gzuz ein steriles Studiosetting, irgendwas, das aussieht wie ein Parkplatz, wo man driften kann, oder eben einfach nur was Wald ähnliches.
ENTTÄUSCHENDER SONG? „Apres Ski“ von Tream und Gzuz hätte optisch und auch textlich ein richtig bescheuert-lustiges Bayern-Hamburg Crossover werden können. Als die ersten gemeinsamen Posts von Tream und Gzuz rauskamen, war das schon ein „WTF“-Moment. Alleine, dass da zwei so Typen und Welten aufeinander prallen, hat schon krasses Comedy-Potenzial. Aber irgendwie viben Tream und Gzuz nicht so richtig. Die sind nett zueinander und Tream ist offensichtlich Fan von Gzuz, aber eine Fetzengaudi schaut schon anders aus. Anstatt das Spaß- und Weirdness-Potenzial so richtig auszureizen, wurde sich auf „Apres Ski“ von Tream und Gzuz so ein bisschen auf das „bare minimum“ geeinigt.
Das ist schade, vor allem bei jemandem mit einem krassen Alleinstellungsmerkmal wie Tream. Keiner bringt den Vibe vom bayerischen Landleben so authentisch rüber.Davon hat “Apres Ski” aber eigentlich gar nichts. Und bei Gzuz ist gefühlt langsam auch der Punkt gekommen, wo seine 187-Fans aussteigen. Bonez und LX haben dieses Jahr klar den 187-Output gerettet. Feiert ihr “Apres Ski”? Wie findet ihr die Kombi aus Tream und Gzuz? Schreibt es in die Kommentare!
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Redaktion: Edis Ünek, Sophie Kernbichl, Mathias Scherer Host: Fridl Achten Kamera: Kajetan Bernrieder Schnitt: Sabrina Wanninger Tonmischung: Matthias Sautier Kanalmanagement: Kevin Nitsch |