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Description:
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Wenn es Richtung Herbst geht, ist es wieder Zeit für die Umrundung des Montblanc. Beim UTMB werden Jahr für Jahr aussergewöhnliche Leistungen gezeigt und in einer Qualität übertragen, die man als Benchmark für diesen Sport sehen kann. Gleichzeitig sieht man, am Beispiel von Pumpgun Ronnie, dass es bereits vor einigen Jahrzehnten ganz aussergewöhnliche Leistungen bei Bergmarathons gab. Auch der war “recht flott auf den Beinen”.
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Raceday.me
![LEP#067 - Pumpgun Ronnie und der UTMB]() Frage von Nadine: Wie heisst die Tracking App? (raceday.me) Wie funktioniert das und wer braucht was ?
Das Service nennt sich raceday.me und ist ein personalisiertes Livetracking für Athleten. Der Athlet hat muss aktuell noch ein iOS-Gerät haben und dort die entsprechende App starten. Alle Beobachter können über den Browserlink das Rennen, die vorausgesagte Ankunft und die Abweichung zum gesetzten Ziel beobachten. Ein Demo der Anzeige für die Crew, Fans, etc. findet ihr hier: Demo Interview mit Stefan Kracht bei Fatboysrun – Folge 147
Entwickelt wird es von Stefan Kracht, der hier ein absolut feines Ding aus dem Boden gestampft hat. Obwohl es ein Gratisservice ist, gibt es die Möglichkeit, das Projekt zu unterstützen: Mit jedem Supporter kann das Service weiter ausgebaut werden – Support. Wenn sich genug Menschen finden, wird es auch eine Androidversion geben. Das wäre natürlich für viele Läufer großartig.
Die aktuelle Stunde:
100 Meilen Weltrekord
Zach Bitter hat in 11:19:18 den 100 Meilenweltrekord um 9 Minuten unterboten mit einer Durchschnittspace von 4:15 pro Kilometer. Bei der Veranstaltung, Six days in the dome hat er diese unglaubliche Marke gesetzt. Ganz nebenbei hat er auch den 12h – Rekord mitgenommen. Ganze 104.88 Meilen hat er auf einer Laufbahn absolviert. Neben der läuferischen und körperlichen Leistung ist gerade bei solchen Läufen der mentale Aspekt ein ganz außergewöhnlicher.
Pikes Peak Marathon
Pikes Peak – ein traditionsreicher Lauf auf einen wunderschönen BergDieser Wettkampf ist ein besonder geschichtsträchtiger und geht 21km auf den Pikes Peak, bevor es den gleichen Weg wieder zurück geht. Bisherige Gewinner sprechen einhellig davon, dass das Rennen auf der Berabpassage gewonnen wird und es schon viele Athletinnen gab, die sich auf der ersten Hälfte zu sehr verausgabt haben und dann noch eingesammelt wurden.
Kilian Jornet, ganz lässig, aus der zweiten Reihe gestartet, ist hier in 3 Stunden 27 Minuten ist er ins Ziel geflogen. Dabei hat er Weltklasseathleten, wie Egloff, Puppi und Bonnet um 10-45 Minuten distanziert. Trotzdem besteht der Streckenrekord von Matt Carpenter aus dem Jahr 1992 mit 3 Stunden 16 besteht weiterhin und wartet auf die nächsten Herausforderer. Das ganze Ergebnis gibt es hier.
Die Top 10 des Pikes Peak Marathon 2019 (Foto – Pikes Peak Marathon)UTMB 2019 – Ultratrail du Mont Blanc
Bei dieser Trailwoche der Superlative sieht man nicht nur im Bezug auf die sportlichen Leistungen ganz aussergewöhnliches, sondern auch die Technik und Videoübertragung (Runcam, Bikecam, Checkpoints, etc.) ist top of the league. Die Eliteläufer werden per E-Bikes oder laufend um den ganzen Kurs verfolgt und neben einer Regie, die zwischen den einzelnen Läuferinnen, den Checkpoints, den Interviewpartnern ist ein Moderatorenteam beinahe nonstop auf Sendung. Für die Breitenwirksamkeit, die Zuschauer und Fangemeinschaft ist das ganz, ganz großartig. Als Läuferin ist das ein zweischneidiges Schwert. Ruhe gibt es für die Elite bei solchen Rennen nicht mehr. Jede Unsicherheit, jeder Ausrutscher, jede Emotion. Alles ist permanent im Blick. Das ist im Rennen vermutlich nicht direkt spürbar, da sich die Topathleten ohnehin sehr stark auf sich fokussieren müssen, aber im Bezug auf ihre Aussenwirksamkeit, die Nachbetrachtung und dem, was sie von sich preisgeben möchten oder auch nicht, ist es ein ganz neue Herausforderung.
Die Aufbauten lieferten Topbilder – Topjob CCC – 111km Courmayour – Champex Lac – Chamonix
Beim CCC gab es, wie beim OCC ein sehr spannendes und knappes Rennen. Das zeigt bei einer Länge von 111Km, wie eng das Weltklassefeld beieinander ist. Männerergbnis: 1. Luis Alberto Hernando Alzaga 2. Thibaut Garrivier – nur 10 Min dahinter 3. Ciri Cipa – nur 16 min Rückstand
Ein ähnliches Bild zeichnet sich auch bei den Damen:
Frauenergebnis: 1. Ragna Debats (NL) – 12:10 2. Amanda Bashman (USA) – 17min Rückstand 3. Camille Bruyas (FRA) – 24min Rückstand
UTMB
Dieses Jahr gab es einen Start-Zielsieg von Pau Capbell in nur 20 Stunden 20 Minuten. Diese Zeit benötigte er für 171 km mit 10.000 HM. Das ist auf die ganze Distanz gerechnet ein durchaus sportlicher 7er Schnitt. Sehr stark und ab der Mitte bereits auf Platz 2 – Xavier Thevenard. Er war bis zum Schluss wieder extrem gut drauf, konnte aber den Abstand nicht genug verringern. Robert Hajnal, letztes Jahr 2ter, war ganz lange auf Rang 3 , sah bei La Fouly und Champex Lac noch sehr gut aus, stieg aber in Trient völlig überraschend aus.
Miao Yao – blitzstart, hat richtig Tempo gemacht. Sie war lange in Top20 Overall, brach leider im Bereich des Col Ferrets ein und musste Courtney Dauwalter ziehen lassen. Bei La Fouly stand “withdrawn”. Wir sind überzeugt, dass sie wiederkommt und top performt.
Die männlichen Amerikaner sind wieder super gestartet aber wieder nicht glücklich. In Kurzzusammenfassung könnte man es so sehen:
Zach Miller – Gut, gut, gut, magen au, wieder gut, Champex Lac raus. Hayden Hawks – gut, schnell , gut, raus. Im Interview könnte er keinen bestimmten Grund nennen. Es war einfach ein falscher Tag. Tim Tollefsen – früh raus mit Magenproblemen.
Auch bei den anderen gab es ein paar Favoriten, die nicht ins Ziel kamen:
Kati Lickteig – Am weg Richtung Courmayour den berg runtergekugelt – over and out
Eva Marie Sperger – war top unterwegs, lange in den Top 10 der Damen – aufgegeben bei Champex-Lac.
Matthias Krah – Bester Deutscher: Top 20 – Hat heuer schon den 85er beim Innsbruck Trail Festival gewonnen.
Triathlondog – Hat länger gebraucht ins Rennen zu kommen, war dann top da, hat sich aber beim Downhill nach Courmayour die Beine so zerschossen, dass sie danach zu gemacht haben und er es nicht mehr geschafft hat, sie zum arbeiten zu bekommen – leider nach 100km in Arnouvaz – Ende der Geschichte
Florian Grasel – bis kurz nach Courmayour Top 20 und danach leider raus. Zum Thema Mental Stuff hat Flo Grasel auch einen schönen Einblick gegeben:
#disappointed is a way too small word how I'm currently feeling Sooo many people put so much energy into my #utmbtop10 project (my family, my friends, @boafitsystem, @sunshinemoments - thank you at this point!!!) and it currently feels like letting them down! It went all so well from the beginning and could ran through the night from the 50th to the 18th place... Only had some minimal lunge problems but everything else felt like I could definitely make my dream come true. In Courmayeur I heard that @geraldsanchofister dropped out because of illness and the whole way up to Bertone I thought about "what if my lunge problems also come from an illness". And to be honest I started to get afraid - I don't want to be in the news with the headline "Runner died @utmbmontblanc because of myocarditis" The negative feelings took over my mind and all mental tricks didn't work... Suddenly I felt like shit, was dizzy and crashed and hurt my knee and then it was #overandout If I'm really ill - I don't know... If I come back to finish my project - I don't know... I only know now that my wife told me at the start line "No matter what will happen - your kids love you!" and this will help me over the next hard self-doubt phase I may have to #dialedin with...
Als Hörtipp können wir euch die Mentaltricks / Mentalcoach Folgen von Fat boys Run empfehlen. Folge 167 , Folge 166.
Aktuelle Folge
Kainach – Nachtrag
Ganz vergessen wurde bei der Berichterstattung zum Kainach Bergmarathon der Streckenrekord durch Pumpgun-Ronnie. Diese Geschichte wurde 2009 unter dem Namen “Der Räuber” auch verfilmt. Diese einzigartige Anekdote macht diesen Lauf sehr speziell.
Vienna Trail Run
Startschuss und los gehts… (Bild Vienna Trailrun)18. August 2019 Der Light Trail mit rund 6.4 km und 290 Höhenmeter oder der Classic Trail mit 14.0 km und 590 Höhenmeter. Sebastian und Flo sind gestartet und wollten beide richtig Gas geben. Das ergab im Ziel Sebastian 11ter im Gesamtranking in 1:11:58 und Flo auf Rang 57 in 1:23:02. Während es bei Sebastian richtig rund lief und er die Pace und Gruppe halten konnte, hat Flo nach einem starken Start in Sub4 beim ersten Anstieg bemerkt, dass seine Beine an diesem Tag nicht wie üblich arbeiteten. Gerade die Anstiege wollten nicht so leicht von den Wadeln gehen, wie es für Flo üblich ist und so musste er Sebastian relativ früh ziehen lassen. Dieser wiederum konnte die Form der letzten Wochen und Monate richtig ausspielen und das Anfangstempo voll durchziehen. Die recht hohen Temperaturen trieben bei den meisten Athletinnen die Pulsraten in luftige Höhen und forderten bei vielen Tribut. Als Hochpulserprobter war hier Sebastian gut gewappnet und hatte zwar einen durchschnittlichen Puls von 178, konnte diesen wahnsinnig hohen Herzschlag aber durchhalten, Platz um Platz gut machen und schlussendlich eine Bombenzeit herauslaufen.. Flo erfing sich auf den Bergabpassagen ein wenig und hatte noch das C-Ziel “Schneller als letztes Jahr” vor Augen. Die aufgebaute Downhillsicherheit der letzten Monate konnte er im Bereich nach dem Hermannskogel und in den Serpentinen gut ausspielen, musste aber in der letzten Sektion nochmal einen Gang zurückschalten und nachdem klar war, dass es einfach nicht sein Tag ist, lief er gemütlich ins Ziel.
Fotos
(foto: Viennatrailrun)
Ergebnis
2. Veltlinerlauf
Das ganze Dorf macht mit…Peter ist am 24.08.2019 beim 2.Veltlinerlauf in Neustift im Felde gestartet. Der ortsansässige Laufclub hat hier einen familiären Event im Rahmen des Feuerwehrfests aus dem Boden gestampft und der ganze Ort macht mit. Auch sind einige andere Laufclubs der Einladung gefolgt und so fand sich Peter unter einer Vielzahl von Athleten aus Horn, Langenlois, Turnau, Bruck, Klosterneuburg, Neustift, Wien etc. Neben der gut organisierten Starterschar und dem netten Startgelände gab es bereits beim auch einen kleinen Negativpunkt: Es war heiß! Richtig heiß! Der Start der 5km und 10km Läufe war für 1545 angesetzt und die Thermometer kochten bei 33 Grad im Schatten. Schon an dieser Stelle war die Idee “neue Bestzeit” eher im Bereich der Wunschträume anzusiedeln. Trotzdem machte Peter sich nach Startunterlagenorganisation fertig für seinen Start. Ein aufmunterndes “Gib halt mal ein bissl Gas” gab es noch von der Freundin mit auf den Weg. Dann konnte ja nix schiefgehen |