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Es gibt Situationen, in denen ich mich machtlos fühle. Wenn ein Chef sich wie ein Tyrann aufführt. Wenn im Gemeindeumfeld jemand Macht an sich reißt, die ihm nicht zusteht. Oder wenn Menschen Regierungsverantwortung bekommen, die unberechenbar sind.
Dann fühle ich mich eingeschüchtert. Bedrängt. Vielleicht sogar hoffnungslos. Und ich merke: Das kann ich nicht lösen. Ich bin ausgeliefert.
Genau von solchen Situationen spricht ein 2700 Jahre alter Satz im Buch des Propheten Jesaja Kapitel 25: “Für alle, die arm und hilflos sind, bist du eine Zuflucht in Zeiten der Not, ein Schutzdach bei kalten Regengüssen, ein Schatten bei heißer Sonnenglut.“
Hier ist von Menschen die Rede, die arm an Möglichkeiten sind. Hilflos. Schutzlos. Und der Prophet sagt: Für sie gibt es einen Zufluchtsort.
Einen Ort, an dem ich sagen kann, wie es mir geht. Wo ich mich ausheulen darf. Gott wird mir dort wie ein Schutzdach, wenn Worte und Handlungen wie kalter Regen auf mich einprasseln.
Das heißt nicht, dass der Chef sofort aufhört zu toben. Oder dass Unrecht augenblicklich verschwindet. Aber ich werde geschützt. Innerlich geborgen. Gott sieht das Unrecht nicht nur, er wird ihm ein Ende bereiten. Er kann es hier und jetzt tun. Und er wird es endgültig tun.
Es wird eine Zeit kommen, in der es keine Tyrannen mehr gibt. In der Unrecht keinen Raum mehr hat. Bis dahin gilt: Bei Gott bin ich sicher. Und das ist ein großer Trost.
Autor: Susanne Thyroff
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