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„Man muss die Feste feiern, wie sie fallen!“ Ein gern gehörter Satz auf Partys, Geburtstagsfeiern und sonstigen fröhlichen Anlässen. „Wir machen gerade eine schwere Zeit durch!“ Ein Satz eines Freundes. Ich freue mich mit auf der Geburtstagsfeier, der Hochzeit, dem Jubiläum. Ich höre zu, weine mit, versuche zu trösten, wenn jemand gestorben ist, wenn jemand leidet an Krankheit oder an dieser Welt mit all ihren Ungerechtigkeiten.
Ich mache das, was der Apostel Paulus in seinem Brief an die christliche Gemeinde in Rom so formuliert hat: „Freut euch mit den Fröhlichen! Weint aber auch mit den Trauernden!“ (Römer 12,15)
Glauben ist keine lebensferne Sache. Auch, wenn manche das meinen, und auch wenn es Christen gibt, die ihren Glauben so leben. Der christliche Glauben gehört mitten ins Leben, und zwar ins normale Leben. Nicht in eine Art Spezialleben, das getrennt vom Rest der Welt geführt wird. In einer Blase abgeschottet von der Realität dieser Welt. Aus welchen Gründen auch immer. Das war nie das, was Jesus selbst gelebt oder weitergegeben hat.
Alles gehört zusammen! Gott ist der Gott in Allem; im Leben und im Sterben, in der Freude und im Leid, beim Fußballspiel und im Gottesdienst, bei der Geburtstagsparty oder bei der Beerdigung. Und so soll ich bei allen sein, die sich freuen oder Trost benötigen.
Autor: Horst Kretschi
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