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Wenn ein langgehegter Wunsch in Erfüllung geht, wenn ein Lebenstraum Wirklichkeit wird, dann ist das Staunen manchmal groß. Vielleicht gibt es da aber auch die innere Stimme, die Zweifel sät und leise flüstert: Das kann nicht sein. Das gibt es nicht.
Ähnlich mag es dem Volk Israel ergangen sein, das sich im 6. Jahrhundert vor Christus im Exil in Babylon befand. Jahrzehntelang hatten die Verschleppten von der Rückkehr in ihr Land geträumt, hatten sie auf das Wiedererrichten eines Tempels in Jerusalem gehofft, Kindern und Enkeln von der alten Heimat erzählt und von der Hoffnung, eines Tages wieder dort sein zu können.
Und eines Tages schien sich dieser Traum, diese Hoffnung, zu erfüllen - es begann damit, dass Gott selbst in Aktion trat. Er rüttelte einen König wach, um seine Verheißung zu erfüllen. In Esra 1, Vers 1 steht: Im ersten Jahr des Königs Kyrus von Persien sollte sich erfüllen, was der HERR durch Jeremia gesprochen hatte. Darum erweckte der HERR den Geist des Königs Kyrus…“ (EU 2016]
Was Gott dem Volk Israel zwei Generationen vorher durch den Propheten Jeremia versprochen hatte, das setzte er nun in die Tat um – und er gebrauchte dazu zunächst einen Menschen, von dem man so etwas nicht unbedingt erwartet hatte. Gott stupste König Kyros von Persien an. Dem Priester Esra zufolge schickte Kyros die zerstreuten Menschen vom Volk Israel in ihre Heimat zurück mit dem Auftrag, in Jerusalem ein Haus für Gott zu bauen. Obendrein ließ er die Menschen, die in ihre Heimat zurückkehren wollten, mit Material für den Tempelbau ausstatten. Kaum zu glauben.
Die ersten Sätze des alttestamentlichen Buches Esra machen deutlich:
- Gott steht zu seinen Verheißungen
- Manchmal dauert es viele Jahre, bis er sie erfüllt
- Wer dranbleibt und die Hoffnung nicht aufgibt, wird am Ende sehen, wie Gott sein Wort erfüllt.
Autor: Annegret Schneider
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