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Meinen Eltern war es wichtig, mir gute Tischmanieren beizubringen. Pommes frites mit den Fingern essen: Das ging höchstens mal im Restaurant „Zur goldenen Möwe“ – aber sonst war eine Gabel dafür angemessen.
Ich glaube, ich kann mit Fug und Recht behaupten: Einen Benimmkurs á la Knigge hatte ich nicht nötig. Im Gegenteil: Ich musste über die Jahre lernen, mich etwas lockerer zu machen. Der Apostel Paulus gibt den Christen seiner Zeit im 1. Korintherbrief eine Art Kompakt-Knigge in Sachen Tischmanieren mit auf den Weg. Im 10. Kapitel in Vers 31 schreibt er: „Ob ihr esst oder trinkt oder etwas anderes tut, tut alles zur Ehre Gottes! (BasisBibel).“
Damals ging es um die Frage: Was mache ich, wenn das Fleisch, das ich esse, nicht direkt vom Metzger kommt, sondern aus dem Götzentempel? Essen und Trinken zur Ehre Gottes: Das ist heute sicherlich individueller. Für mich bedeutet es: Maß zu halten. Zu schauen: Was tut meinem Körper gut? Und was dient meiner Umwelt, also der Schöpfung Gottes?
In diesem Sinne will ich Tischmanieren an den Tag legen, die einem, der es mit Gott ernst meint, würdig sind.
Autor: Oliver Jeske
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