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Für wen bin ich wer? Bei meinen Mitbewohnern bin ich eine Nachbarin. Eine Bekannte für Menschen, mit denen ich hin und wieder Kontakt habe. Als Pastorin bin ich eine Dienerin am Wort – so verstehen manche Christen meine Aufgabe.
Wer bin ich für Jesus? Dem komme ich im Johannesevangelium, Kapitel 15, Vers 15 auf die Spur: Jesus sagt hier zu seinen Jüngern: „Ich nenne euch nicht mehr Diener, weil ein Herr seine Diener nicht ins Vertrauen zieht. Ihr seid jetzt meine Freunde, denn ich habe euch alles gesagt, was ich von meinem Vater gehört habe.“
Dienerin oder Freundin – das ist hier die Frage. Dienerin bin ich, wenn Jesus mich nicht ins Vertrauen zieht. Doch genau daran liegt Jesus. Er möchte mir Gottes Worte anvertrauen. Dann liegt es eher an mir. Wenn ich keinen Wert auf Gottes Worte lege. Mich nicht interessiert, was Gott, der Vater, mir durch Jesus ausrichten lässt. Als so eine Dienerin habe ich meine Aufgabe als Pastorin verfehlt. Denn ich gehöre dann nicht zu Jesu Freundeskreis.
Doch mir liegt daran, von Jesus ins Vertrauen gezogen zu werden. Mich an Jesus zu hängen, wie die Jünger damals. Mit Jesus durch mein Leben zu ziehen. Seine Sicht aufs Leben zu lernen und zu übernehmen. Jesus hat mir alles gesagt, was er von seinem Vater gehört hat. Ich glaube ihm. Denn die Bibel, Gottes Worte, halte ich in meiner Hand und vertiefe mich gerne darin.
Also: Für Jesus bin ich eine Freundin und darauf bin ich stolz.
Autor: Pastorin Elke Drossmann
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