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„Josef erschien ein Engel des Herrn im Traum“ (Matthäus 2,13).
Ich könnte fast ein bisschen neidisch werden. Da lese ich in der Bibel von einem Mann: Dreimal bekommt er im Traum konkrete Anweisungen von einem Boten Gottes. Wow! Sowas würde ich mir auch wünschen: Konkrete Anweisungen von höchster Stelle. Ich müsste mir selbst über meine Zukunft keinen Kopf mehr machen. Das macht ja schließlich Gott.
Trotzdem möchte ich mit Josef aus Nazaret nicht tauschen. Das erste Mal ist er überzeugt: Meine Verlobte Maria bekommt ein Kind von einem anderen Mann. Das zweite Mal trachtet der Despot Herodes nach dem Leben von Marias Kind. Und erst im dritten Traum gib Gott durch seinen Boten sozusagen Entwarnung.
Nein, hier geht es nicht um ein spirituelles Leben auf Wolke 7. Vielmehr geht es um Gottes mächtiges Eingreifen. Es bewahrt unter anderem Josef davor, nicht an Gott und seiner Güte zu verzweifeln. Stattdessen weist Gott Josef eine wichtige Rolle zu: Indem er Gott gehorcht, kann er für den Schutz von Marias Kind sorgen. Und damit wird er sozusagen zum Bodyguard für niemand geringeren als den Sohn Gottes.
Gott kann durch Träume sprechen. Einmal habe ich das sogar schon selbst erlebt. Sollte Gott das bei mir wieder tun, will ich genau hinhören. Und mit anderen prüfen, ob es wirklich Gottes Stimme ist. Denn sein Reden verpassen möchte ich auf keinen Fall!
Autor: Oliver Jeske
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