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Description:
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Von Gideon, einem Richter im Alten Testament, sind einige denkwürdige Geschichten überliefert. Wenn Menschen vor einer Entscheidung stehen und nicht wissen, was zu tun ist, hört man manchmal den Satz: „Da muss ich wohl erst ein Vlies auslegen.“ – Das bezieht sich auf eine Begebenheit, die im Buch Richter, Kapitel 6, erzählt wird. Gideon hat eine Botschaft von Gott bekommen und ist sich nicht sicher, ob er den Auftrag richtig verstanden hat. Deswegen legt er ein wollenes Vlies aus und bittet Gott um ein deutliches Zeichen.
Wenn die Wolle trocken bleibt, obwohl ringsum alles nass von Tau ist und auch umgekehrt: Wenn die Wolle nass ist, obwohl rundherum alles trocken bleibt, dann will Gideon das als Bestätigung nehmen für das, was Gott ihm verheißen hat.
Seiner Sache sicher ist sich Gideon in Kapitel 8 im Buch der Richter. Inzwischen hat er einige Siege errungen. Sein Volk will ihm nun die Herrschaft übertragen. Und er lehnt rundweg ab. Ohne Zögern. Eindeutig. Entschlossen. Sein Votum ist unmissverständlich: „Ich will nicht Herrscher über euch sein, sondern Gott soll Herrscher über euch sein.“ (Richter 8,23) Das Volk soll Gott folgen und anbeten. Gideon lässt keinen Moment Zweifel daran aufkommen, wem die Macht und das Sagen gehören sollen. Nicht einem Menschen, auch wenn er noch so erfolgreich und beliebt ist, sondern Gott, dem Herrn über Himmel und Erde. Und über das Leben eines jeden einzelnen Menschen. Ein kluger Rat aus der Bronzezeit, den zu befolgen sich auch heute lohnt.
Autor: Annegret Schneider
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