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Ich bin gerne Christ. Weil es viele Bereiche des Glaubens gibt, die mein Leben froh machen. Mein Glaube lehrt mich, wie ich hoffnungsvoll sein kann. Ich entdecke, wie ich gut mit anderen Menschen umgehen kann. Und ich lerne besser die verändernde Kraft der Liebe kennen. Das alles macht mein Leben hell.
Schade eigentlich, dass der christliche Glaube oft so anders wirkt. In dunklen Kirchen werden Glaubensgeheimnisse zelebriert. Christen sitzen in Andacht und Kontemplation zusammen – oder leben in zurückgezogenen Glaubensgemeinschaften.
Ich karikiere, wähle aus und male damit nicht das ganze Bild, schon klar. Und dennoch würde es vielen Christen guttun, wenn sie ihre Freude auch einfach mal rauslassen. Wie zum Beispiel ein ehemals Gelähmter, von dem die Apostelgeschichte in der Bibel im dritten Kapitel berichtet.
Dieser Mann war seit seiner Kindheit gelähmt, er musste für seinen Lebensunterhalt betteln. Die Apostel Petrus und Johannes kommen vorbei und haben kein Geld für ihn, wohl aber die frohmachende Botschaft von Jesus. In seinem Namen heilen die beiden den Gelähmten. Der lässt seiner Freude freien Lauf. Da heißt es: „Der Geheilte ging mit Petrus und Johannes in den Tempel, lief und sprang umher und lobte Gott“ (Apostelgeschichte 3,8)
Andacht, Kontemplation und die Glaubensgeheimnisse haben ihren Platz und geben dem christlichen Glauben seine Tiefe. Mein Glaube braucht aber auch die Höhe: Die Freude, das Lob, ja die Ausgelassenheit über das, was Gott Gutes tut. Wie bei dem ehemals Gelähmten.
Wie kann ich meine Freude heute rauslassen über das, was Gott tut? Das ist meine Frage für heute.
Autor: Joachim Bär
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