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„Er gehört zu mir wie mein Name an der Tür,“ hat Marianne Rosenberg vor fast 50 Jahren geträllert. Und der Song funktioniert heute immer noch auf Parties und Volksfesten.
Einmal abgesehen von der einprägsamen Schlagermelodie und dem Nanena-nana: das Thema ist ein Dauerbrenner. Wer mit wem? Wer hakt sich bei wem unter, wer hält mit wem Händchen und signalisiert damit: Meins! Meiner, meine! – ?
Vor 3.000 Jahren hat ein Songwriter den Spieß umgedreht und hat Gott daran erinnert: Wir gehören zu dir! „Gott, denk an deine Gemeinde, die du dir vor langer Zeit als Eigentum erworben hast. Du hast sie erlöst und zu dem Volk gemacht, das dir allein gehört.“
Asaf hieß der Künstler, sein Lied ist uns als Psalm 74 überliefert. Und anders als Marianne Rosenberg bleibt bei Asaf die Frage „Ist es wahre Liebe?“ nicht offen. Gott soll und wird sein Volk nicht im Stich lassen. Wird sich kümmern. Wird für und um seine große Liebe kämpfen. Das taucht als Motiv in so ziemlich allen Liedern des antiken Sängers Asaf auf. „Wir gehören zu ihm.“ Oder persönlich: „Du mit mir, ich mit dir.“ Klare Verhältnisse.
Liebende bekennen sich zueinander und halten aneinander fest – auch bei Gegenwind, auch wenn einer der beiden massive Probleme hat oder angefeindet wird. Das war vor 3.000 Jahren so, und das kann heute immer noch so sein. Der Gott der klaren Verhältnisse, mit dem es Asaf zu tun hatte, der erhebt auch heute Anspruch auf Menschen wie Sie und mich. Uns kann eigentlich nichts Besseres passieren.
Autor: Markus Baum
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