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Es kann dauern. Es braucht Zeit. Es ist nicht sofort zu haben. Ich brauche Geduld, ich brauche langen Atem, und Vertrauen. Was für ein Kontrast zu unserer modernen, technisierten Gesellschaft. Alles muss auf Knopfdruck gehen. Ein Mausklick, ein Handywisch, und schon klingelt der Paketbote an der Tür. Fertigmahlzeit in die Mikrowelle, Pling, fertig. Und ich merke gar nicht, wie mich dieser Sog wegreißt und in Dauernervosität versetzt. Unzufrieden, ausgelaugt.
Ich muss lernen zu warten. So wie Abraham auf den ersten Seiten der Bibel. Gott verspricht Abram eine riesige Nachkommenschaft. Doch hier macht gar nichts Pling. Abraham und seine Frau Sara müssen warten. Sie müssen sich Gott beugen und Geduld haben, lange Zeit, erst dann wird die Verheißung Wirklichkeit.
Denn das, was Gott ihnen schenken will, muss reifen, wie die Saat auf dem Feld.
"Werdet nicht träge, sondern tut es denen gleich, die durch Glauben und Geduld die Verheißung erben." So schreibt fast zweitausend Jahre später der Autor des Hebräerbriefes im Neuen Testament.
Glaube erschöpft sich nicht in einem Knopfdruck. Vertrauen auf Gott macht nicht Pling. Vertrauen auf Gott muss sich Stück für Stück heranbilden. Ich bin gerade dabei, mich neu darauf einzulassen. Ich will runterfahren, ich will entschleunigen. Dem Durchlauferhitzerleben und dem Durchlauferhitzerglauben eine Absage erteilen. Dringend! Ob es gelingt? Da bin ich selbst gespannt.
Autor: Andreas Odrich
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