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Zur Gemeinde in Philippi hat Paulus eine besondere Beziehung. Das merke ich, wenn ich den Philipperbrief lese. Sicher liegt das an den Menschen, die zur Gemeinde gehören. Aber es sind bestimmt auch die Erinnerungen an die dramatischen Umstände, die Paulus mit seinem Aufenthalt in der Stadt verbindet.
Was ist passiert? Paulus und Silas sitzen zu Unrecht im Knast. Man wirft ihnen vor, Menschen zum öffentlichen Aufruhr angestiftet zu haben. Dabei wird der wahre Grund verschwiegen: Paulus hat eine Frau von dämonischen Bindungen befreit. Jetzt ist diese nicht mehr in der Lage, als Wahrsagerin für bestimmte Leute zu arbeiten. Mit einem Schlag ist eine lukrative Einnahmequelle versiegt, und das hat einige in Philippi wütend gemacht. Und so entschließt man sich, den Missionaren einen Denkzettel zu verpassen. Sie werden kurzerhand eingesperrt.
Im Gefängnis stimmen Paulus und Silas Loblieder zur Ehre Gottes an. Das bewegt zunächst den Himmel und dann die Erde. Ein Beben mitten in der Nacht sprengt die Fesseln der beiden Missionare.
Später, als Paulus der Gemeinde in Philippi schreibt, erinnert er die Briefempfänger an diese Haltung mit den Worten:
„Freuet euch in dem Herrn allewege“ (Philipper 4, Vers 4).
Ich will mir diese Haltung zu Herzen nehmen. Mich darüber freuen, dass Gott es gut mit mir meint. Und zwar auch und gerade dann, wenn ich in misslichen Umständen stecke.
Autor: Wolf-Dieter Kretschmer
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