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„Der Frühling kommt!“ sage ich neulich zu meiner Familie. Gerade hatte ich untrügliche Zeichen dafür entdeckt: Die Dalien bei der Terrasse stecken ihre ersten Blätter aus dem noch gefrorenen Boden, erste Krokusse blühen.
Der Frühling kommt. Und mit ihm das Licht und die Wärme. Noch versucht der Winter, das Land in seinem frostigen Griff zu halten. Der Blick in den Kalender sagt mir aber: Er ist bald am Ende. Gegen die Macht und Kraft der Sonne im Jahresverlauf kann er nichts ausrichten.
Auch in der Bibel lesen wir von einer Macht, die sich durchsetzt. Von Gott ist die Rede, am Ende des Prophetenbuchs Jesaja. Dort heißt es: „Ich komme, um alle Völker und Zungen zu versammeln, dass sie kommen und meine Herrlichkeit sehen.“ (Jesaja 66,18)
Kurz zuvor spricht Jesaja von den dunklen Machenschaften einiger Menschen. Ihr Ende ist aber gekommen angesichts seiner Herrlichkeit. Gott macht sich auf den Weg. Er kommt persönlich vorbei. Er stellt wieder her und bringt die Menschen zusammen. Gegen seine Herrlichkeit und Macht können Menschen, die Böses im Sinn haben, letztlich nichts ausrichten.
So erinnern mich die Krokusse im Garten daran: Gott kommt persönlich vorbei. Wie der Frühling. Die Dunkelheit wird nicht siegen und Gottes Herrlichkeit wird sich durchsetzen. Er wird für Gerechtigkeit sorgen und Menschen zusammenbringen.
Darauf freue ich mich. Fast noch mehr als auf den Frühling.
Autor: Joachim Bär
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