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Was kennzeichnet einen Christen? Woran erkenne ich einen Nachfolger von Jesus Christus? Jakobus bringt es auf den Punkt, in dem er schreibt:
Wie der Leib ohne Geist tot ist, so ist auch der Glaube ohne Werke tot. (Jakobus 2, Vers 26)
Ich habe mehrmals mit verstorbenen Menschen zu tun gehabt. Wenn ich eines mit Sicherheit sagen kann, dann ist es dieses: Vor mir lag eine sterbliche Hülle. Der eigentliche Mensch, sein Wesen, das, was ihn ausgemacht hatte, war weg. In der deutschen Sprache gibt es dafür eine treffende Beschreibung: seelenlos.
Und damit zurück zu Jakobus, der sagt: Wer ein Jünger Jesu sein will, für den sind Taten, die aus seinem Glauben heraus entstehen, selbstverständlich. Warum? Ganz einfach: Nachfolge ist mehr als ein seelenloses Fürwahrhalten von Glaubenssätzen. Theoretisches Wissen gehört sicher dazu, aber mein Glaube hat viel damit zu tun, wie ich mich verhalte.
An dieser Stelle wird es ungemein praktisch. Wie zeigt sich mein Glaube beispielsweise im Straßenverkehr? Doch sicher nicht nur in dem frommen Aufkleber auf der Heckscheibe. Und woran erkennen meine Arbeitskollegen, dass ich Christ bin? Hoffentlich nicht an meiner gebläsehaften Frömmigkeit.
Einen lebendigen Organismus erkenne ich an dessen Lebensäußerungen. Er ist aktiv und nimmt Einfluss auf seine Umwelt. Und genau darum geht es Jakobus. Er fordert mich heraus, auch auf meine Taten zu achten.
Autor: Wolf-Dieter Kretschmer
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