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Im Zentrum des israelitischen Glaubens steht eine Aussage. Sie wird im 5. Buch Mose überliefert und fasst zusammen, was wesentlich ist:
Nun, Israel, was fordert der HERR, dein Gott, noch von dir, als dass du den HERRN, deinen Gott, fürchtest, dass du in allen seinen Wegen wandelst und ihn liebst und dem HERRN, deinem Gott, dienst von ganzem Herzen und von ganzer Seele? (5. Mose 10, Vers 12)
Beim Lesen sind mir 5 Tätigkeitswörter aufgefallen.
Da ist zunächst die Rede von fordern. Etwas einfordern kann ich nur, wenn mein Gegenüber mir etwas schuldet. Mose erinnert das Volk Israel daran, dass es Gott Dankbarkeit für seine Rettung aus der Sklaverei und die neue Heimat schuldet.
Dann entdecke ich das Tätigkeitswort fürchten. Es beschreibt das Verhältnis zwischen Gott und den Menschen. Er ist nicht ein toter Götze, den man nach Belieben anbetet. Nein, er ist der machtvolle Herr, dem Respekt und Ehrerbietung gebühren.
Dann ist die Rede von wandeln. Auf allen Lebenswegen, also immer und überall, soll sich ein Israelit dessen bewusst sein, wer Gott ist. Das soll Auswirkungen haben auf sein Leben. Darauf deuten die beiden Wörter lieben und dienen hin. Sie beschreiben die Herzenshaltung, mit der die Israeliten ihren Glauben leben sollen.
Ich finde, dass diese Worte bis heute aktuell sind. Sie bilden eine gute Grundlage, wie ich glauben und leben kann.
Autor: Wolf-Dieter Kretschmer
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