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Der Inhaber eines Betriebes erzählt: „Neulich spricht mich ein Kunde an. Ich verweise ihn freundlich an unseren neuen Azubi. Mit den Worten: ‚Mein Kollege hilft ihnen gerne weiter.‘“ Und das meint der Chef tatsächlich so. Auch die Auszubildenden sind seine Kolleginnen und Kollegen. Und dass sie so geschätzt werden, das ermutigt sie.
Im Grunde genommen sind gläubige Menschen auch „Kollegen des Chefs“. Bzw. „Kolleginnen“. Von Gott nämlich. Ich? Ein Normalsterblicher. Mit allen meinen Mängeln. Mit meinen Fehlern und Macken. Ein Kollege des Chefs? Ein Kollege Gottes?
Vor etwa 3 ½ Tausend Jahren beruft Gott einen Mann. Er soll ein Volk – nämlich das Volk Israel - aus der Sklaverei in Ägypten führen. Mose heißt er. Und er stellt eine ähnliche Frage: „Mose sagte zu Gott: »Ich? Wer bin ich denn! Wie kann ich zum Pharao gehen und das Volk Israel aus Ägypten herausführen?«“
Mose ist zwar Israelit. Aber aufgewachsen am Königshof des Pharaos. Werden ihn seine Landsleute überhaupt anerkennen? Außerdem wird Mose in Ägypten gesucht wegen Totschlags. Warum soll der Herrscher des Landes auf ihn hören? „Ich - Mose? Kollege des Chefs?“ Ja. Mose ist kein idealer Kandidat. Aber Gott ist ein genialer Herr. Oder „Chef“, wenn ich das mal so sagen darf. Und Gott schickt Mose jetzt nicht zu einem Crash-Kurs für Führungskräfte. Sondern er verspricht ihm etwas: „Ich werde mit dir sein und dir beistehen.“
Und das gilt auch für mich. Und für Sie. Für den Tag heute.
Autor: Steffen Brack
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