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Wer hört nicht gerne eine gute Ansprache? Dynamisch und mit kraftvoller Sprache vorgetragen, kann sie ihre Zuhörer bewegen, und zwar zum Guten ebenso, wie zum Schlechten. Eine der wohl berühmtesten Reden der jüngeren Geschichte hat der amerikanische Bürgerrechtler Dr. Martin Luther King in Washington anlässlich einer Großkundgebung gehalten. Die Worte „I have a dream“ (Ich habe einen großen Traum) spornten Millionen an, sich der Sache Kings anzuschließen.
Große Reden kannte man auch schon während der Antike. Damals legte man im römisch-griechischen Kulturraum viel Wert auf den geschliffenen Vortrag. Nur in der christlichen Gemeinde in Korinth schienen die Dinge sich etwas anders verhalten zu haben. Das schließe ich aus dem, was Paulus in seinem ersten Brief an die Korinther schreibt:
Mein Wort und meine Predigt geschahen nicht mit überredenden Worten der Weisheit, sondern im Erweis des Geistes und der Kraft. (1. Korinther 2, Vers 4)
Wichtiger als sprachliche Brillanz und überzeugende Argumente ist in den Augen von Paulus etwas anderes. Für ihn kommt es darauf an, dass der Heilige Geist sich zu der Botschaft stellt, die verkündet wird. Gottes Geist bewegt nicht nur die Zuhörer. Er kann sogar eine nachhaltige Veränderung der Herzen auslösen.
Was seinerzeit für die Christen in Korinth gegolten hat, ist noch immer wesentlich: Dass Gottes Wort an und in mir Veränderung zum Guten bewirkt.
Autor: Wolf-Dieter Kretschmer
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