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Als wir noch Kinder waren, besuchte unsere Familie regelmäßig den dörflichen Gottesdienst am Ort. Bei 150 Einwohnern hatte es nicht für eine Kirche gereicht - ein altes Schulgebäude diente jeden Sonntag als Versammlungsort, die Schulglocke mit Stahlseil läutete meine Mutter.
So manchen Sonntag war ich mit meinen Geschwistern und meinen Elternn allein im Gottesdienst. Nur an Erntedank kamen ein paar Bauern dazu. Und an Heiligabend, da wurde auch dieser kleine Gemeinderaum richtig voll. Ich erinnere mich später an Bemerkungen wie: Jaja, an Heiligabend in die Kirche gehen, aber den Rest des Jahres sich nicht blicken lassen. Wahrscheinlich habe ich es selbst des öfteren gesagt.
Heute? Heute freue ich mich über jede und jeden, der an Heiligabend in die Kirche geht und am Gottesdienst teilnimmt. Und wenn es auch nur einmal im Jahr ist, so ist es doch die Gelegenheit, von diesem lebendigen Gott zu erfahren, der immer wieder verkündet wird und den Judas in seinem Brief im Neuen Testament eindrucksvoll so beschreibt:
Er, der einzige Gott, hat die Macht, euch zu bewahren, damit ihr nicht zu Fall kommt. So könnt ihr fehlerlos und voller Freude vor ihn treten und seine Herrlichkeit sehen. Er rettet uns durch Jesus Christus, unseren Herrn, und regiert in Herrlichkeit, Hoheit, Macht und Gewalt – wie schon vor aller Zeit, so auch jetzt und für alle Zeit. Amen!
Autor: Hans Wagner
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