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Ich kannte einen jungen Mann. Er war Christ. Er glaubte an Jesus. Als er seinen Führerschein bekam, setzte er sich in sein orangenes Auto. Und raste los. In Kurven überholte er, obwohl er den Gegenverkehr gar nicht sehen konnte. Er fuhr so waghalsig, so riskant und derart rücksichtslos, dass jeder Beifahrer Angst bekam. Und wenn jemand fragte: „Bist Du lebensmüde?“ Dann sagte er ernsthaft: „Gott hat doch versprochen, dass er mich beschützt.“ Und das meinte er tatsächlich ernst.
Vor rund 3.500 Jahren warnt Mose das Volk Israel: „Stellt Gottes Geduld nicht auf die Probe.“ Und er erinnert die 2. Generation des Volkes, wie ihre Eltern in der Vergangenheit Gott herausgefordert haben. Sie waren so vermessen und meinten tatsächlich, sie könnten Gott genauso beschimpfen und anschnauzen, wie sie das untereinander gemacht haben. Aber das lässt Gott nicht zu.
Sicher. Sie und ich – wir dürfen vor Gott ganz ehrlich sein. Ich darf aussprechen, worum ich mich sorge. Wovor ich Angst habe. Auch was ich nicht verstehe. Ich darf alles beklagen, was mir das Leben schwer macht. Und ich darf Gott sagen, wo es mir so schwerfällt, ihm zu vertrauen.
Nur Gottes Geduld mit mir und mit der Welt – die sollte nicht auf die Probe stellen. So wie der junge Mann mit seinem skrupellosen Fahrstil. Er missbraucht Gottes Zusage: „Auf all deinen Wegen wird Gott dich beschützen.“ (Psalm 121,8). Aber bitten darf ich Gott, dass er mich behütet. Und darauf vertrauen, dass er das auch heute tun wird. Und das dürfen Sie auch.
Autor: Steffen Brack
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